Eurofreshproduce Citrus Mission Orangen nach China, verlief sehr erfolgreich.

June 15, 2018

Oliver Huesmann, Berater für Asien und Initiator von EUROFRESHPRODUCE, sowie eine Gruppe von Exporteuren, Post Harvest-Profis, CoolLogistic Experts und FRUITTODAY Euromagazin gingen auf Tour und haben eine Woche die Handelsentwicklung,  die Verkaufspunkte und einige chinesische Großhandelsmärkte besucht und bezüglich der Zitrusnachfrage analysiert.  

Die Initiative „EUROFRESHPRODUCE“ zielt darauf ab, die europäischen O&G Produkte mit hohen Qualitätsstandards und der Lebensmittelsicherheit in asiatischen Märkten zu präsentieren und somit die Nachfrage zu erhöhen.

 

Chinas Obst und Gemüsemarkt ist eine Zukunft, die es zu entdecken gilt und unerwartete potentiale birgt.

Vor neun Jahren öffnete der asiatische Drache seine Türen für spanische Zitrusfrüchte. Dennoch blieben die Exporte in dieses Land eine Minderheit.

Nur dreißig spanischen Unternehmen haben neben amerikanischen, aus Ägypten oder Südafrika und Australien kommenden Exporteuren den Markt erreicht und es galt herauszufinden welche Position nimmt Spanien ein.

 

Die von Huesmann organisierte Expedition wurde gebildet von: Vicente Ramos (Albenfruit), Paco Sala und Sergio Gaspar (Decco Uniphos), Abel Alarcón (Agrios Selectos Brio), Francisco Gea (Belsan Limones), Jonatan Franco (La Perla de Murcia), Luis Alvarez (Greenyard Grupo Yes) Juan Vázquez (SAT Suranán), Paco Seva (Zitrus von Spanien) und Carmen Cabra (Fruit Today Euromagazine) sowie Carlos Miranda InterFruit Shanghai.

 

Während des ersten Tages wurde ein Workshop zum Thema “ China und Asien” veranstaltet, bei der neben Carlos Tórtosa Abgeordneter der spanischen Botschaft Cantón , auch Redner wie Sergio Gaspar Decco Valencia,  Pikkei Yuen MSC Mediterranean Shipping Hong Kong, Amy Lai Fruit Expo Guandong sowie Oliver Huesmann ihre Vorträge hielten.

 

Obwohl die bilateralen Abkommen zwischen Spanien und China für die Ausfuhr von Zitrus im Jahr 2007 unterzeichnet wurde,  begann die ersten Sendungen erst ab dem  Jahr 2014 und erreichten im Jahr 2016 mit  10.134 Tonnen einem Wert von 11,3 Millionen Euro. Im Jahr 2015 betrug das Geschäftsvolumen 3,4 Millionen Euro und lag damit dreimal so hoch wie im ersten Lieferjahr 2014.

 

„Doch trotz ihres Potenzials als Kunde, steigt der europäische Vertrieb in China nicht in dem möglichen Volumen“, verdeutlicht der Organisator.


„Nicht nur in Spanien sondern auch in Europa  müssen wir  ein einheitliches Branding und Promotion sowie Verkaufsförderung  lernen und unsere Herkunft EU gemeinsam  im Land mit einem Markt dieser Größe zu bewerben.

 

 

Niemand ist in China  Konkurrent , da wir nicht aussreichend Mengen haben um diesen Markt zu sättigen. Die Zahlen, von denen wir in China von Kaufkraftwachstum im ganzen Land sprechen, liegen geschätzt zwischen 2018 und 2021 bei  6% oder 7% ", betont Huesmann. Spanien liegt als der fünftgrößte Anbieter von Orangen in China mit einem Anteil von 5,4% hinter Südafrika (33%), USA (31%), Australien (21%) und Ägypten (9%). Bei Mandarinen sind wir 2016 der vierte Anbieter

Die Kälte-Behandlung , ist ohne  Frage das größte Hindernis für den Eintritt von spanischem Obst, da die harten Anforderungen des Protokolls über die Behandlung mit Kälte (gegen Ceratitis capitata), welche die Frucht deskontaminieren soll zu einigen Problemen führt.  Die Anforderungen sind 1,1 ° oder weniger für 15 aufeinanderfolgende Tage, 1,7 ° oder weniger, für 17 Tage und 2,1 ° oder weniger für 21 Tage. Dieser Kühlprozess wird während der Fahrt durchgeführt und bedeutet einen gravierenden Nachteil mit der hohen Wahrscheinlichkeit, dass das Produkt nach 30 Tagen, nicht einwandfrei China erreicht.

Doch das zunehmende ‚Know-how‘ der Unternehmen mit mehr Erfahrung(Marken sehen wie PEICA, Motilla oder BOLLO), hat erste Lösungen gefunden und Obst kommt in den meisten Fällen, in gutem Zustand  an. Der Export nach China ist eine schwierige Aufgabe, die neben der besten Warenauswahl (die sich von der nach Europa versendeten unterscheidet), auch  Vertrauenspersonen bei der Ankunft im Zielland benötigen, um zu überwachen, was dort passiert und welche Qualität ankommt. Die wenigen bereits erfahrenen Unternehmen kennen diese Notwendigkeit und haben mit der  Gründung von Niederlassungen oder Büros in dem Land begonnen.

Dies ist der Fall von Valencia, SanLucar, die in einigen Monaten dauerhaft einen China Beauftragten  in der Gesellschaft werden, oder Natural Hand, mit wichtiger Präsenz über Monate. Ebenso Garcia Ballester oder BOLLO die ihre China Abteilung sukzessive ausbauen.   

Die Meinungen sind vielfältig, und Vicente Luis Ramos, der Firma Albenfruit, er glaubt, dass „China eine Chance darstellt, aber es ist kein Allheilmittel, vor allem nicht in Zeiten, in denen die europäischen Märkte auch das Produkt besser zahlen. Eine für Ihn interessante Möglichkeit ist, unseren Markt  in Momenten wenn Europa zusammenbricht durch Exporte nach China zu erleichtern.

Vor- und Nachteile des chinesischen Marktes für spanische Zitrusfrüchte

 

Aus den während dieser Mission über verschiedene Märkte und Importeure gesammelten Daten, mit denen die Teilnehmer Kontakt hatten. Kann man ermitteln das die spanische Orange eine mittlere Position zwischen dem hochpreisigem Führer Sunkist und Ägypten welche im Preissegment weit unter den Spaniern konkurrieren.

 

Sunkist hat zum ersten eine  Marke mit Wiedererkennung und passt auch im süßen Geschmack(auf etwa 16 Grad BRIX), zu dem  verlangen dass die Verbraucher im Osten haben. Die Orange aus Ägypten liegt normalerweise bei einem BRIX zwischen 11 und 12 und ist meist für Säfte bestimmt. Marktquellen in Shanghai sagten uns. „Die Spanier, könnten aber im Preis mit den amerikanischen konkurrieren, obwohl sie zwischen 13 und 14 BRIX Grad,  nicht dieselbe Süße haben.“

Klar wurde, und entsprechend den gesammelten Daten, muss der Verbraucher eine einheitliche Referenzmarke wie z.b. Sunkist finden und wenn die Exporteure dann die gewünschte Qualität anbietet, geht der Preis nach oben.

 

In China Navel, Wertigkeiten und Juni erhielt Chislett geschätzt.

 

Obwohl China ein bedeutender Produzent von Zitrus ist und mit fast 30 Millionen Tonnen, vor allem Mandarinen (19.300 Tonnen) und ausserdem in die Ernte mit dem spanischen Kalender fällt, sagt Huesmann: Wir können es uns nicht leisten nicht in China zu sein, da das Land 1.400 Millionen Einwohner hat und 2030 die erste Weltwirtschaft sein wird?

 

 


Schlüssel zum Verständnis des chinesischen Marktes

Die Geschäftsmöglichkeiten im asiatischen Riesen werden unter verschiedenen Aspekten analysiert: Chinas Mittelschicht, die um 50 Millionen Menschen pro Jahr wächst, ist durch die Lebensmittelskandale bereit importierte Ware zu kaufen, weil man damit ein höheres Niveau an Lebensmittelsicherheit findet als bei der lokalen Produktion. Nur 10% dieser Mittelschicht vertrauen auf die Lebensmittel, die im eigenen Land produziert werden. Die Gehaltsstruktur in ganz China zeigt eine starkes Wachstum, das bedeutet, dass in ein paar Jahren 30% der globalen Mittelschicht mit der daraus folgenden Zunahme der Kaufkraft in diesem Land leben werden.

In Bezug auf die landwirtschaftliche Produktion in China ist es notwendig, mehrere Aspekte zu sehen, zum einen sind zwischen 60% und 80% des Grundwassers in China kontaminiert und das Land hat nur 6% Wasserreserven für 20% der Weltbevölkerung. Aufgrund der Ausdehnung der Industrie, der Wüsten und des Himalaya sind nur 10% seines Territoriums für die Landwirtschaft geeignet. Diese Situation erklärt, dass im Jahr 2030 60% der konsumierten Lebensmittel importiert werden.

Wir werden weitere Missionen organisieren, denn neben dem reinen Export von O&G, haben wir eine riesen Möglichkeit mit unserem Knowledge und unserer Umwelttechnik in chinesische Felder zu investieren und uns somit ein Stück von dem asiatischen Kuchen der Mittelschicht zu sichern.

Außerdem erreichen wir somit mehr Bekanntheit als Ursprungsregion und können somit die Synergien für neue oder erweiterte Exportvereinbarungen mit China nutzen, denn im Vergleich zu Lateinamerikanischen Ländern schlafen wir hier in Europa noch in Sachen Exportverhandlungen und Marktbearbeitung, sagt Oliver Huesmann als Initiator von Eurofreshproduce.

Nächste Missionen sind der Spanien Pavillion während der Fruit Expo Guangzhou, gefolgt von der „ Mission Steinobst nach China“  im Juli sowie der die Kaki-Persimon Produzenten  im September und einer im Raum stehenden Mission „EU Apfel in China“  bei der das Alte Land genauso wie Bodensee und Tirol gemeinsam den Markt erkunden.

 

Please reload

Featured Posts

I'm busy working on my blog posts. Watch this space!

Please reload

Recent Posts
Please reload

Archive